Kapitel 3

Der Flug ging schon sehr früh und ich war total nervös. Gegen Mittag war ich dann endlich an meinem Ziel angekommen. Selvadorada.

Das Wetter war nicht besonders gut. Es regnete als ich den Flughafen verlies und mich auf den Weg zum Büro des Maklers machte. Die Kosten für das Taxi nahm ich in Kauf, denn ich hätte bestimmt den Weg alleine nicht gefunden.

Im Büro angekommen stellte ich mich vor und sofort wurde der Makler Senior Ramiro Mata für mich gerufen. Er war ein schon etwas älterer Herr mit grauen Haaren, einem Vollbart und legerer Kleidung. Ich hatte ihn mir anders vorgestellt, doch er war sehr freundlich.

Nachdem wir Platz genommen hatten in seinem Büro erklärte er mir, dass das Grundstück noch nicht am Wasser- und Stromnetz angeschlossen sei. Es gäbe fließendes Wasser, doch dies sei Meerwasser, welches durch eine Filteranlage laufen würde. Zum spülen, duschen und Hände waschen wäre es geeignet, doch es wäre in keinem Fall genießbares Trinkwasser.

Ohje das hörte sich ja nicht wirklich gut an, doch ich würde das schon hinbekommen, dachte ich bei mir und nickte zu seinen Worten.

Er erzählte weiter. Der Vorbesitzer habe schon alle Anträge gestellt um an das inselweite Netz angeschlossen zu werden. Bisher war wegen dieser Anträge noch nichts entschieden worden. Er hätte es schon übernommen sich darum zu kümmern, doch bisher leider noch ohne großen Erfolg. Sobald er etwas positives berichten könnte, würde er mich sofort informieren. Er bat mich um meine Handynummer.

Ich lächelte ihn entschuldigend an und erklärte ihm das ich noch gar kein Handy hätte. Er lächelte mich freundlich an und sagte dann, das er ja meine Email hätte und er mir so eine Nachricht zukommen lassen könnte. Sollte ich mir in nächster Zeit ein Handy zulegen bat er mich mir diese doch dann mitzuteilen. Ich bedankte mich ein wenig verschämt für sein Verständnis.

Mit ernstem Gesicht fragte er mich dann ob ich unter diesen Umständen immer noch an diesem Grundstück interessiert sei, oder ob ich es mir jetzt anders überlegt hätte. Mit einem strahlenden Lächeln erklärte ich ihm das ich auch jetzt noch genau dieses Grundstück haben wollte.

Mit einem freundlichen Lächeln öffnete er die Mappe, die vor ihm auf dem Schreibtisch lag und schob mir den Kaufvertrag zu. Ich nahm das Papier in die Hand und las sehr aufmerksam was darin stand und bat dann um einen Stift. Mit einem zufriedenen Lächeln unterschrieb ich den Vertrag und schob dann das Papier wieder zurück. Ich öffnete meine Tasche und nahm den Umschlag heraus, den ich dann auf den Tisch legte.

Ich hatte schon am Abend vorher das Geld abgezählt im Umschlag gelassen und den Rest in meine Geldbörse gesteckt. Er lächelte mich an, zählte kurz nach, dann nickte er mir freundlich zu.

Um den Abschluss zu feiern, lud er mich auf dem Marktplatz in eine Bar mit dem Namen „El Árbol del Jaguar“ ein. Ich nahm die Einladung an. Mit einem Taxi fuhren wir zur Bar. Senior Mata bestellte uns etwas zu trinken und wir stießen an. Etwa eine halbe Stunde später verabschiedeten wir uns.

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